Promotionen
Neue Publikationen
Zeitperspektive und Zeitorientierung
Julia S. Grundnig
Abstract
Die Orientierung einer Person an den Zeitdimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ergibt in Summe die individuelle Zeitperspektive. Dabei umfasst die Zeitperspektive die oft unbewussten, persönlichen Einstellungen und Bewertungen, mit denen ein jeder Mensch der Zeit und dem Geschehen begegnet. Durch sie werden kontinuierliche Erfahrungen in Zeitkategorien gebündelt, welche unserem Dasein Schlüssigkeit, Struktur und Sinn zu verleihen. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Artikel die subjektive Zeitperspektive, die Orientierung an den Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sowie die individuellen und sozialen Einflüsse auf die Zeitorientierung.
Autoreninfo
Julia S. Grundnig (*1987) studierte Psychologie und Klinische Psychologie (MSc.) an der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien. Sie ist Universitätsassistentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Institutes für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der systematischen Synchronisierung von Zukunftswissenschaft, Psychologie sowie Psychotherapie. In diesem Zusammenhang geht sie vor allem Persönlichen Zeit- und Zukunftsperspektiven auf den Grund. Derzeit promoviert sie über mentale Repräsentationen von individuellen und sozialen Zukunftskonstruktionen.
Zukunftsdominanz und Identitätsentwicklung: Eine individuelle Herausforderung zwischen Selbstverwirklichung und Orientierungsverlust
Nils Guse
Die beschleunigte Veränderungsgeschwindigkeit unserer Lebenswelten lässt die Zukunft immer näher an die Gegenwart heranrücken. Von dieser These ausgehend beleuchtet der Artikel „Zukunftsdominanz und Identitätsentwicklung: Eine individuelle Herausforderung zwischen Selbstverwirklichung und Orientierungsverlust“ die Auswirkungen kontinuierlicher gewerkschaftlicher Dynamisierung auf die Identitätsfrage − „Wer bin ich?“.
Autoreninfo
Nils Guse, geboren 1979 in Halle an der Saale, studierte Internationales Management in den USA, Deutschland und den Niederlanden. An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erwarb er sein Diplom mit einer Arbeit über die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Anschließend folgten das Studium der Psychotherapiewissenschaft und die Ausbildung zum Psychotherapeuten (Bereich Individualpsychologie) an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement (IZZ) richtet sich sein Forschungsinteresse auf die Etablierung einer psychologischen Zukunftsforschung. Er promoviert vor diesem Hintergrund über „Absichtsgeleitete Selbstveränderungsprozesse im Rahmen persönlicher Zukunftsgestaltung“.
Biovision statt Biografie ─ Vom biografischen Rückblick zur Lebensvorschau
Vorstellung der geplanten Dissertationsschrift von Dipl.- Kfm.Univ. Nils Guse, BA pth., am Institut für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement
„Die Zukunft wird, wie die Vergangenheit auch, nie direkt erlebt. Sie ist ein psychisch konstruierter Geisteszustand. Aufgebaut aus unseren Hoffnungen, Ängsten, Erwartungen und Wünschen, ist die Zukunft das notwendige Gerüst für Erfolg“. Diese Überzeugung der Psychologen Philip Zimbardo und John Boyd gründet sich auf jahrzehntelange Forschungstätigkeit. Sie ist Motivation und Ausgangspunkt für das hier skizzierte Dissertationsprojekt.
Zukunftsperspektiven von jungen Menschen
Vorstellung der geplanten Dissertationsschrift von Julia S. Grundnig, MSc., am Institut für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement
Intention dieser Studie ist die Erweiterung des Wissens um die Lebenssituation(en) und Einstellungen junger Erwachsener. Implizite Voraussetzung ist die These, dass das Nachdenken über subjektive Vorstellungen der Zukunft nicht losgelöst von den Veränderungen der gesellschaftlichen Konstruktion von Zukunft stattfinden kann. Zukunfts- wie Zeitkonstruktionen sind nicht Ergebnisse des Privaten, sondern gesellschaftlich vermittelt. Sie werden mit dem zur Verfügung stehenden begrifflichen und narrativen Material imaginiert und konstruiert. Eine analoge Auffassung vertritt der Strategieberater und Zukunftsforscher Gereon Uerz in seiner Botschaft, dass Zukunftsvorstellungen als essentielle Elemente einer gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit zu begreifen sind: „Zukunftsvorstellungen sind, indem sie die Wahrnehmung und Deutung von Gegenwart [und Vergangenheit] mitstrukturieren, Handlungsplanungen beeinflussen und Handlungsimpulse setzen sowie sinnstiftend und gemeinschaftsbildend wirken können, nicht nur Produkte, sondern auch Faktoren in der gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit“.